Letztes Feedback

Meta





 

Kinetic Metal

Sample Libraries gibt es ja bekanntlich wie Sand am Meer. Oft sind es Reproduktionen von schon dagewesenem Material. Nicht so bei Kinetic Metal aus dem Hause Native Instruments. Native Instruments liefert hier ein eigenständiges Instrument, dass zum experimentieren einlädt und klanglich vor allem für Sounddesigner interessant sein dürfte. Der Sounddesigner Jeremiah Savage nahm sich hierfür ein Jahr Zeit um das Ausgangsmaterial für exzessives Klangbasteln zur Verfügung zu stellen.

Auffallend anders zeigt sich anfangs schon das Benutzer Interface. Jeder Patch besteht aus 8 einzelnen Sounds, die je nach Belieben gelayert werden können. Vier davon sind Metallische Sounds, die anderen vier sind verschiedene synthetische Wellenformen.

Sofort stechen 2 Zahnräder ins Auge. Mit dem linken Zahnrad können die einzelnen Sounds dynamisch und intuitiv gemischt werden. Das rechte Zahnrad gibt Kontrolle über die Effekt-Sektion. Durch den Schalter Motion direkt darunter können die Zahnräder nun in Bewegung gesetzt werden. Ein dynamischer, komplexer Gesamtsound entsteht.

Die 1.55 GB große Librarie umfasst eine Menge an außergewöhnlichem Klangmaterial. Zur Auswahl stehen Sounds von 60 verschiedenen metallischen Gegenständen, unter anderem von Grammophonen, Alten Uhren, Magneten und schwingenden Mistgabeln. Insgesamt fasst die Library 1752 Samples.

Als ob das nicht schon genug wäre, besitzt jeder Patch eine eigene Effekt Kette, deren Intensität bequem aus der Effekt-Sektion gesteuert wird, oder per Motion Knopf auf eine ungewisse Reise geschickt werden kann.

So entstehen im Handumdrehen metallische Soundscapes, perkussive Klänge, Bässe, Texturen und Leads.

Das gelungene User Interface und die große Anzahl an zuvor wahrscheinlich nie gehörten Sounds, machen Kinetic Metal nicht nur zu einem Garant für außergewöhnliche Klänge, sondern auch zum Garant für eine Menge Spaß und Inspiration.

Klanglich bewegt sich das Instrument eher auf experimentellen Pfaden, bleibt jedoch trotzdem stets Spielbar und im Bereich des Hörbaren. Unangenehm schrille Frequenzen, wie sie von Metall oft gerne verursacht werden bleiben aus.

Wer also schon immer einmal aus Spulen, Federn, alten Schreibmaschinen, Telegrafen oder verrosteten Gastanks Musik machen wollte, sei mit Kinetic Metal bestens bedient.

12.2.14 23:51

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen